Bildnachweis: © Allgäu GmbH

Lech-Radweg - Projektstart

07.11.2019
Grenzüberschreitendes Modellvorhaben für E-Mobilität und Digitalisierung verbindet alle Lech-Anliegerregionen vom Tiroler Lechtal bis zur Mündung des Flusses in die Donau

AUGSBURG. Kürzlich trafen sich Touristiker, Energieversorger und Naturschützer entlang des Lechs in Augsburg, um ein internationales Leuchtturmprojekt des naturnahen Qualitätstourismus in Angriff zu nehmen. Radfahren von der Donau bis hinein in die Alpen mit hohem Genussfaktor, das verspricht der neue Lech-Radweg. Dieses Radfahrerlebnis wird nun durch eine enge Kooperation der Lech-Anliegerregionen entwickelt. So wird eine einheitliche, naturnahe Route mit einer leicht erkennbaren Beschilderung sowie einer radfahrgerechten Infrastruktur aufgebaut. Hierzu gehören neben Raststationen entlang der 256 Kilometer langen Streckte von Steeg bis zur Mündung des Flusses in die Donau auch spezialisierte Gastgeber, Ladestationen für E-Bikes und barrierefreie Abschnitte. Bis zur Markteinführung im Jahr 2022 werden auch Audio-Touren für Sehbehinderte produziert. Neu bei diesem Projekt ist auch die Entwicklung eines digitalen Reiseassistenten basierend auf  WLAN-Hotspots entlang der Strecke. In ihm laufen alle Daten zusammen, von der Route über Gastronomie, Gastgeber und Veranstaltungen, so dass jederzeit aktuelle Daten abgerufen werden können, und das sogar sprachgesteuert und in gängige Sprachassistenten wie Alexa oder Siri integriert. „Mit der Entwicklung des digitalen Reiseassistenten machen wir die Reiseplanung wesentlich komfortabler: Gerade bei einem grenzüberschreitenden Fernradweg ist es wichtig, stets aktuelle Daten über Befahrbarkeit, Öffnungszeiten der Gastronomie oder freie Betten zu erhalten“, erklärt Anke Hainzinger, Projektmanagerin Lech-Radweg bei der Allgäu GmbH. „Der Lech-Radweg wird unser touristisches Angebot von Tirol durchs Allgäu und Schwaben hindurch stärken. Neben der Digitalisierung und der E-Mobilität werden wir den Schwerpunkt auf die Weiterentwicklung des naturnahen Qualitätstourismus entlang des Lechs legen“, ergänzt Bernhard Joachim, Geschäftsführer der Allgäu GmbH. Für Günter Salchner, Geschäftsführer der Regionalentwicklung Außerfern (REA) und Motor des Projekts auf Tiroler Seite, ist der neue Lech-Radweg einmal mehr Ausdruck der konstruktiven Zusammenarbeit von REA und den Tourismusverbänden, die längst über die Staatsgrenze hinaus wirkt. „Mich freut es ganz besonders, dass es nun gelungen ist, unsere grenzüberschreitende Partnerschaft bis hinaus nach Augsburg zu erweitern“, erklärt Salchner. Von der Mündung bis zum Oberlauf des Lech beteiligen sich alle Anliegerregionen an der Gestaltung des Radweges: TVBs Lechtal und Naturparkregion Reutte, die Landkreise Ostallgäu, Weilheim-Schongau, Landsberg am Lech, Aichach-Friedberg, Stadt und Region Augsburg, Donau-Ries sowie der Bezirk Schwaben. Involviert sind außerdem die Energieversorger EW Reutte, die LEW Wasserkraft GmbH und die Uniper Kraftwerke GmbH. Der Verein Lebensraum Lechtal e.V. gehört ebenfalls der Projektsteuerungsgruppe an. Er nimmt die Interessen des Naturschutzes wahr. Für das Projekt „Lech-Radweg – grenzüberschreitendes Modellvorhaben für E-Mobilität und Digitalisierung im Tourismus“ stehen 480.000 Euro zur Verfügung. Davon fließen 360.000 Euro an Förderungen aus dem INTERREG Programm Österreich-Bayern 2014-2020 in das Projekt. 120.000 Euro bringen die Projektteilnehmer auf.  Die Projektleitung liegt bei der Allgäu GmbH. 

Bild: Projekt Lech-Radweg verbindet Touristiker, Energieversorger und Naturschützer von Steeg bis zur Mündung des Lech in die Donau (Foto: Allgäu GmbH)

Zurück