Sintwag - Sozial-, wald- und klimapädagogisches Konzept (L7-CLLD_IWB_Tirol-AUSS-12)

Der Sintwag soll zu einem attraktiven Lern-, Erlebnis- und Begegnungsraum werden. Geführte und eigenständige Aktivitäten für vier definierte Schwerpunkte werden in einem partizipativen Prozess erarbeitet und fliessen in die Konzepterstellung ein.

Beim Sintwag handelt es sich um eine bewaldete Hügellandschaft zwischen den Gemeinden Reutte und Ehenbichl. Der Sintwag fällt überwiegend in das Gemeindegebiet von Ehenbichl. Die Grundeigentümer sind die Agrargemeinschaften Ehenbichl und Reutte. Der Sintwag wird durchzogen durch mehrere Wege mit unterschiedlichster Beschaffenheit (Forstwege, Pfade), die der heimischen Bevölkerung sowie den Gästen zur Verfügung stehen. Laut Waldentwicklungsplan für den Raum Reutte steht beim Sintwag die Erholungsfunktion an oberster Stelle. Aufgrund von mehreren Sturmereignissen in den 1990er Jahren spielt die Holznutzung nur eine untergeordnete Rolle. Über Naturverjüngung entwickelt sich hier ein standortgerechter Mischwald. Unter den Laubholzarten findet sich sogar die Stieleiche, was bereits als Anpassung an den Klimawandel gewertet wird. Die Initiative zum gegenständlichen Projekt kommt von der Bezirksforstinspektion. 

Im Rahmen der ausgeschriebenen Konzeptarbeit soll ein sozial-, wald- und erlebnispädagogisches Konzept für den Sintwag für geführte/begleitete und nichtgeführte eigenständige Aktivitäten erstellt werden. Die vier definierten Schwerpunkte sollen in einem partizipativen Prozess mit den Stakeholdern erarbeitet werden:

  • Schulungsort für forstliches Fachpersonal und Forschungsstandort für Universitäten und Hochschulen
  • Außerschulischer Lernort zum Thema Wald und Klimawandel
  • Waldaufenthalte für ältere Personen und Menschen mit Behinderung
  • Wald als Ort für Gesundheitsförderung und Naturerlebnisse

Das klassische Schema von Lehrpfanden mit Schau- bzw. Infotafeln oder (Über)Inszenierung wird nicht angestrebt.

Die Abschlusspräsentation soll im November 2020 erfolgen.

Projektträger sind die Marktgemeinde Reutte und die Gemeinde Ehenbichl.

Die Gesamtkosten belaufen sich auf € 47.302,50.

Der Fördersatz beträgt 80% für Sozialprojekte und Projekte mit Bezug zu benachteiligten Gruppen (Bsp. Jugendliche, Menschenmit Behinderung, MigrantInnen); Die Eigenmittel werden zu gleichen Teilen von der Marktgemeinde Reutte und der Gemeinde Ehenbichl aufgebracht.

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