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Parkraumbewirtschaftung (L7-CLLD_IWB_Tirol-AUSS-16)

Im Rahmen der Konzepterstellung werden zunächst in allen vier Planungsverbänden Grundlagendaten und Bedarfe erhoben und Empfehlungen für ein Umsetzungsprojekt erarbeitet.

Das Projekt wurde aus Mitteln des EFRE (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung) ko-finanziert. Nähere Informationen zu IWB/EFRE finden Sie unter www.efre.gv.at.

Im Bezirk Reutte mit 4 Planungsverbänden und  37 Gemeinden leben 32.500 Einwohner. 2019 (vor Corona) wies der Bezirk 1,02  Mio. Ankünfte bei 3,9 Mio. Nächtigungen auf. Die Planungsverbände Tannheimer Tal, Lechtal und Zwischentoren sind sehr stark touristisch geprägt, im Planungsverband Reutte und Umgebung ist Industrie und Gewerbe angesiedelt. Neben Individualverkehr von Einheimischen und Urlaubsgästen strömen täglich viele Tagestouristen ganzjährig in den Bezirk und verursachen einen erhöhten Parkdruck. Rechtwidrig abgestellte Fahrzeuge belasten den Naturraum oder landwirtschaftliche Flächen und erzeugen bei der Parkplatzsuche erhöhte Emissionen. Derzeit gibt es kein einheitliches Parkleitsystem und keine digitalen Informationen zu den Belegungen der Parkflächen. In einzelnen Gemeinden ist auf ausgewählten Parkplätzen eine Parkraumbewirtschaftung vorhanden. Zusätzlich wird seit vergangenem Sommer das „Wildcampen“ zum Problem.

Ziel ist die Erstellung eines einheitlichen Konzeptes zur Parkraumbewirtschaftung (auch in Abstimmung mit Systemen im benachbarten Grenzraum (Ostallgäu, Oberallgäu, Werdenfelser Land). Damit soll eine deutliche Reduzierung des Wildparkens und der Parkplatzsuche  und damit verbunden eine Reduktion des Verkehrs und der damit einhergehenden Emissionen erreicht werden. Das konzipierte Parkleitsystem informiert die KFZ-Lenker*innen frühzeitig über freie Parkplätze in Echtzeit und zeigt gleichzeitig auch alternative Anreisemöglichkeiten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln an.

In einem ersten Schritt sollen die Grundlagen ermittelt werden wie Kapazitäten, Grundbesitzung, Bewirtschaftung und Rahmenbedingungen. Weiters sollen die Frequenzen der Bestandsparkplätze in Zusammenarbeit mit den Gemeinden erfasst werden. Im grenznahen Bereich wird die Kompatibilität mit grenzüberschreitenden Systemen abgeklärt. Vorschläge zu einem Umsetzungsprojekt werden erarbeitet. Zudem finden in jedem Planungsverband 2 Workshops und am Ende des Projekts ein gemeinsamer Workshop statt. Die Ergebnisse werden für jeden Planungsverband einzeln und in einem gesamten Bericht dargestellt.

 

Projektträger ist die Marktgemeinde Reutte, stellvertretend für die Gemeinden aller vier Planungsverbände im Bezirk Reutte.

Die Gesamtkosten belaufen sich auf € 95.124.

Der Fördersatz beträgt insgesamt 60%.  55% für Konzepte ohne unmittelbaren wirtschaftlichen Bezug für Projektträger plus 5% Kooperationsbonus.

Am 07.10.2021 beschloss das Projektauswahlgremium die LEADER/CLLD Tauglichkeit.

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