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Grenzhindernisse Gesundheit

Expertenanalyse b-solutions für ambulante therapeutische Dienstleistungen

b-solutions ist eine Initiative der Europäischen Kommission zum Abbau von Hürden bei der grenzüberschreitenden Kooperation. Durch die geförderten Projekte soll auf rechtliche und administrative Herausforderungen der grenzüberschreitenden Kooperation aufmerksam gemacht werden, und somit der erste wichtige Schritt zur Lösung der Herausforderung gelegt werden.

Nähere Informationen dazu finden Sie unter: https://www.b-solutionsproject.com/

Kurzbeschreibung

In der Euregio via salina können einige Patienten in ländlichen und abgelegenen Gebieten aufgrund des bergigen Geländes, in dem Straßen manchmal nicht zugänglich sind, nicht ohne weiteres therapeutische Dienste in ihrem jeweiligen Land in Anspruch nehmen und suchen daher eine Behandlung im Nachbarland auf, wohin die Verbindung besser ist. Auch therapeutische Leistungserbringer wie Pflegedienste oder Physiotherapeuten haben aufgrund der unterschiedlichen nationalen Abrechnungssysteme über die Krankenkassen Schwierigkeiten bei der Betreuung von Patienten im Nachbarland. Somit besteht ein Grenzhindernis sowohl auf der Angebots- als auch auf der Nachfrageseite.

Herausforderung

Der demographische Wandel und der Fachkräftemangel machen es immer notwendiger Kräfte in einer Region zu bündeln. Dies gilt insbesondere für den Bereich der ambulanten Versorgung zu Hause, die weit über die reine Pflege hinaus geht. Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Fußpflege – sie alle kommen zum Patienten nach Hause, wenn dieser nicht mehr in die Praxis kommen kann. Gerade in einer Grenzregion ist es oft naheliegend auch die Angebote aus dem Nachbarland zu nutzen. Wie dies gelingen kann, soll im Rahmen der Beratung untersucht werden.

Ablauf

Mit der Beratung wurde die Universität Passau, Lehrstuhl Öffentliches Recht beauftragt. Das Expertenteam arbeitete die rechtlichen Grundlagen in einer reinen desk-research heraus und erstellte ein Gutachten. Dieses dient nun als Basis für weitere Maßnahmen zu dem Thema.

Ergebnisse, Mehrwert

  • Zusammenfassung der rechtlichen Rahmenbedingungen
  • Grundlagen für weitere Schritte / Planungen sind geschaffen
  • Sensibilisierung / Sichtbarmachung des border obstacles in der Region.

Weitere Schritte

Im Januar 2024 findet ein round table zum Thema „border obstacles im Bereich Gesundheit & Soziales“ in Kempten statt.

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