Bildnachweis: © Johannes Seichter

Online-Umfrage zu Mobilität

18.03.2021
Haben Öffis im Reuttener Talkessel eine Chance? Johannes Seichter befragt die heimische Bevölkerung.

INNSBRUCK/PFLACH. Corona hat den Außerferner Tourismus äußerlich in einen schmerzlichen Tiefschlaf versetzt. Im Inneren arbeiten die Regionalentwicklung Außerfern (REA) und die Tourismusverbände längst an Strategien für die Zukunft. In einem Online-Kongress zum Thema nachhaltiger Tourismus am 4. März, veranstaltet von FH Kufstein und FH Salzburg, referierte auch der bekannte Zukunftsforscher Matthias Horx. Er beobachtet ein steigendes Umweltbewusstsein bei den Gästen und plädiert für einen Tourismus basierend auf Nachhaltigkeit, Naturnähe, Regionalität und Authentizität. Gerade im Bereich der An- und Abreise sowie der Mobilität vor Ort sind klimaschonende Konzepte gefragt. Dies ist zum einen Ausdruck von Glaubwürdigkeit, zum anderen ist insbesondere bei jungen Menschen aus den großen Städten eine zunehmende Abkehr vom Auto als Hauptverkehrsmittel zu beobachten. Der Anteil derjenigen, die gar keinen Führerschein mehr haben, nimmt zu. Daher arbeiten aktuell alle vier Außerferner TVBs an einer Verbesserung des Öffi-Angebots. Für REA-GF Günter Salchner steht fest: „Damit neue Angebote entsprechend ausgelastet sind, müssen diese auch für die Einheimischen attraktiv sein. Die Erschließung des Talkessels mit Linienbussen erwies sich als wenig effizient. Anrufsammeltaxis wären vielleicht eine Alternative“. Der erste Schritt besteht nun darin herauszufinden, welche Einstellung die Bevölkerung zu Verkehr und Mobilität hat, wie oft das Auto genutzt wird und wie der Öffentliche Verkehr attraktiver gestaltet werden kann. Bei der Beantwortung dieser Fragen erhält die Region Unterstützung von der Universität Innsbruck. Geographiestudent Johannes Seichter schreibt zurzeit eine Masterarbeit zum Thema Verkehr und Mobilität in ländlichen Räumen. Betreut wird seine Arbeit durch Univ.-Prof. Dr. Martin Coy. Als Untersuchungsraum wurde der Talkessel von Reutte gewählt. Zum einen gibt es zu diesem Raum bisher wenig Forschungsarbeiten, zum anderen sorgen regelmäßige Staus und Verkehrsprobleme für Schlagzeilen.

Grundlage der Arbeit ist ein Online-Fragebogen zum regionalen Mobilitätsverhalten. Dieser richtet sich an die Bevölkerung in den Gemeinden Breitenwang, Ehenbichl, Höfen, Lechaschau, Pflach, Reutte und Wängle.

Hier finden Sie den Link zum Fragebogen: https://www.soscisurvey.de/Mobilitaetsverhalten_Reutte/

 

Die Befragung ist anonym. 

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