02.08.2024
Integrationsakteure aus Bayern und Tirol treffen sich zum Austausch in Pflach.
Fast 30 Personen aus dem Arbeitsbereich Flucht, Asyl und Integration trafen sich am 31. Juli in Pflach im Seminarraum des Innovationszentrums. Sogar bis aus Augsburg und Innsbruck folgten sie der gemeinsamen Einladung der Regionalentwicklung Außerfern (REA) und der Tiroler Sozialen Dienste (TSD) im Bezirk Reutte. Ziel des Treffens war ein informeller Austausch.
In Bayern wie auch in Tirol arbeiten die Teilnehmenden im selben Bereich. Sie sind verantwortlich für Menschen während des Asylverfahrens, kümmern sich um Unterkünfte und Sprachkurse, um Taschengelder und Arbeitserlaubnis. Sie bearbeiten auf beiden Seiten der Grenze die selbe Aufgabe. Und doch – das war das Ergebnis des Austauschs – ist ihre Arbeit auf den verschiedenen Seiten des Grenzraums sehr unterschiedlich, da die Systeme unterschiedlich sind. In Tirol gibt es mit der TSD einen einzigen Ansprechpartner, der die Arbeitsbereiche bündelt. In Bayern sind neben den Behörden auf Landkreisebene z.B. auch Diözese und Caritas für Teilbereiche zuständig, die Organisation variiert sogar zwischen den verschiedenen Regionen.
Trotz vieler Unterschiede zeigten sich aber Gemeinsamkeiten: Die Suche nach weiteren, zum Teil dringend notwendigen Unterkünften ist auf Grund des Wohnungsmangels schwierig. Die Anzahl an freiwilligen Helfer*innen hat sich seit der sog. Flüchtlingskrise der Jahre 2015/16 stark reduziert. Und die Nachfrage nach Sprachkursen übersteigt das Angebot an Kursplätzen bei Weitem.
Barbara Heinrich und Nick Rea von der TSD Reutte haben das Treffen initiiert. Sie sind sehr zufrieden: „Sich auszutauschen, zu hören, welche Probleme die bayrischen Kolleg*innen haben und auch von unseren Herausforderungen erzählen zu können, das tut gut. Für alle besonders wertvoll war es aber, gute Beispiele weiterzugeben.“
Voneinander zu lernen, das war das Kernstück des Austauschtreffens. Vielleicht sogar Möglichkeiten zur Zusammenarbeit zu finden, wird das Motto des nächsten Treffen voraussichtlich in einem halben Jahr.
Als Tiroler Kontaktstelle der beiden Euregios via salina und Zugspitze-Wetterstein-Karwendel unterstützt REA die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit dem Allgäu und dem Landkreis Garmisch-Partenkirchen im benachbarten Bayern. Grenzüberschreitende Netzwerktreffen genauso wie die Begleitung von grenzübergreifenden Projekten sind Kernaufgabe der Euregios. Sollten auch Sie in Ihrem Arbeitsumfeld Bedarf oder Interesse am Austausch mit Bayern haben, steht REA Ihnen gerne zur Verfügung.