Bildnachweis: @REA

Güter auf die Schiene

20.11.2025
Interreg-Projekt stärkt grenzüberschreitende Logistik im Raum Allgäu-Außerfern

PFLACH. Wie kann der Gütertransport im Grenzraum Allgäu–Außerfern künftig stärker über die Schiene erfolgen? Mit dieser Frage befasst sich das neue Interreg-Projekt „Güter auf die Schiene“, das am 29.10.2025 genehmigt wurde und seit dem 01.11.2025 läuft. Ziel ist es, die strukturellen Voraussetzungen für einen wirtschaftlich tragfähigen Schienengüterverkehr in der Region zu verbessern und die regionale Wirtschaft damit langfristig zu stärken.

Ausgangspunkt bildet das Vorgängerprojekt „Außerfern-Allgäu-Link“, in dem sich eine zentrale Herausforderung deutlich herauskristallisiert hat: Die Region ist bislang nur unzureichend an die europäischen Verkehrsnetze angebunden, der Schienengüterverkehr findet in Planungsprozessen kaum Berücksichtigung, und Unternehmen sind gezwungen, auf weit entfernte Güterverkehrsachsen auszuweichen. Zugleich wurde ein deutlich steigendes Interesse der regionalen Wirtschaft an einer Verlagerung ihrer Transporte auf die Schiene sichtbar. Mehrere Betriebe verfügen über stillgelegte Anschlussgleise, die sie reaktivieren möchten, oder suchen aktiv nach neuen Zugängen und Kooperationsmodellen mit Eisenbahnverkehrsunternehmen.

„Das Ziel ist es, diese Bedarfe gebündelt sichtbar zu machen und in eine strategische Weiterentwicklung der Verkehrsstrukturen zu übersetzen“, erläutert Julia Hilfenhaus von der Regionalentwicklung Außerfern (REA). Im Fokus stehen vier Schwerpunkte: die Stärkung der regionalen Stimme auf nationaler Ebene, die Sicherung und Verbesserung des Zugangs zur Schiene, die systematische Aufbereitung bestehender Herausforderungen sowie eine gezielte Öffentlichkeitsarbeit für ein besseres Verständnis der Rahmenbedingungen des Schienengüterverkehrs im alpinen Raum.

Das Projekt wird von der EU im sog. INTERREG-Programm gefördert. Dieses Programm unterstützt die EU-Grenzregionen dabei, gemeinschaftliche, länderübergreifende Projekte umzusetzen. Hilfe bei der Beantragung und Umsetzung von Interreg-Projekten bietet die Regionalentwicklung Außerfern (REA), bei der sich die für Interreg-Projekte zuständige Kontaktstelle der Euregio via salina befindet.

Einreichfristen/Kontakt

Die nächste Einreichfrist für Mittel-, Klein- und p2p-Projekten ist am 28.02.2026. 

Zurück