28.11.2025
Das Außerferner e-car-sharing
REUTTE. Seit September 2025 ist Johanna Mühlmann-Mamming im Außerfern. Sie ist die Managerin der KEM, also der Klima- und Energiemodellregion Lechtal Reutte. Damit koordiniert sie Aktionen und Initiativen rund um Klimaschutz und Energie und auch das Thema nachhaltige Mobilität.
Um die nachhaltige Mobilität ist es im Außerfern eigentlich gar nicht so schlecht bestellt, so Johanna. Mit der Außerfernbahn ist man angebunden an Garmisch-Partenkirchen und Pfronten/das Allgäu und kommt mit nur einem Umstieg nach München und Innsbruck. Busse verbinden die Dörfer in den Talschaften miteinander. Schnellbusse sorgen für vernünftige Verbindungen über den Fernpass. Und auch der grenzüberschreitende Busverkehr klappt (mal mehr und mal weniger). Mit dem RegioFlink ist man im Talkessel von Reutte gut und flexibel angebunden. Und mit dem Rad kann man viele Alltagswege zurücklegen. Keine Frage – Verbesserungspotential ist da. Aber zumindest eine Grundlage ist vorhanden, die ein Leben auch ohne eigenes Auto ermöglicht. So handhabt es auch Johanna – sie lebt, ohne Auto, in Reutte. Und kommt trotzdem ganz gut da hin, wo sie beruflich und im privaten Alltag muss.
Für manche Situationen – die Dienstfahrten im Bezirk, der Großeinkauf oder ein Ausflug mit mehreren Personen – nutzt sie den Ferni. Der „Ferni“, das ist das Leihautosystem im Außerfern. Drei e-Autos stehen im Talkessel von Reutte zur Verfügung, und man kann sie sich einfach ausleihen.
Wir begleiten Johanna dabei, wie sie sich den Ferni zum ersten Mal ausleiht.
Wir treffen uns am Sax-Areal. Dort steht einer der Fernis, direkt hinter dem Feuerwehrgebäude. Die anderen beiden Fernis sind beim Gemeindezentrum Lechaschau und am Autohaus Schweiger.
Der Ferni ist weiß, mit deutlicher grüner Aufschrift an den Seiten. Er hängt an der Ladesäule. Johanna zieht ihr Handy aus der Tasche. Die Ferni-App (zu finden in allen App Stores) hat sie sich schon heruntergeladen. „Die Registrierung funktioniert ganz einfach.“, sagt Johanna. Man öffnet die App, füllt ein paar Felder wie Name, Geburtsdatum, etc. aus, fotografiert den eigenen Führerschein und, ja, das muss auch sein, gibt eine Kreditkarte an. Und schon geht’s los.
Auf der Startseite der App sieht man die verfügbaren Autos. Da kann man entweder gleich reservieren oder über den Button „Uhr“ einen Zeitpunkt in den nächsten Tagen festlegen. Wenn die Reservierungszeit los geht, kann man über die App mit dem Handy das Auto aufschließen.
Im Auto selbst findet Johanna sich schnell zurecht. Die Fernis sind Automatikautos, der Schaltknüppel ist, ganz modern, direkt neben dem Lenkrad. Ein Schlüssel zum Auf- und Zusperren an Zwischenstationen ist im Handschuhfach. Eine Ladekarte zum „e-Tanken“ findet sie dort auch, und einen Zettel mit ausführlichen Infos und Notfallnummern.
Heute geht’s zum Baumarkt. Bald sind alle Einkäufe erledigt und Johanna ist zurück in Reutte. Sie bringt ihre Einkäufe nach Hause, und dann den Ferni zurück zum Sax-Areal. Zum Schluss kontrolliert sie, ob sie nichts vergessen hat. Sie steckt das Ladekabel an, schließt – wieder über die App – das Auto ab. Und fertig!
Zufrieden geht sie nach Hause – und freut sich schon auf die nächste Fahrt mit dem Ferni!
Am 12. Dezember von 16 bis 17 Uhr findet am Ferni-Parkplatz am Sax-Areal ein Erklärtermin für den Ferni statt. Alle Fragen rund um das e-car-sharing werden dort praxisnah und einfach erklärt. Ein zweiter Erklärtermin findet am 15. Dezember von 16 bis 17 Uhr beim Ferni-Parkplatz am Autohaus Schweiger statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Alle Infos zum Ferni sowie den Link zur Ferni-App findet ihr unter https://www.ferni.at/
Weitere Infos zur KEM sind hier zu finden: www.klimaregionausserfern.at