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REA-Gremium tagt an Nikolo

07.12.2023
Letzte Sitzung des Jahres gibt Startschuss für sieben Projekte.

Im Schnitt einmal pro Quartal trifft sich der 19-köpfige Vorstand der Regionalentwicklung Außerfern (REA). Am 6. Dezember war es zum letzten Mal im laufenden Jahr so weit, die Gremiumsmitglieder trafen sich diesmal in der Wirtschaftskammer Bezirksstelle in Reutte.

Die Vorstandssitzungen laufen immer ähnlich ab: Es gibt einen Bericht von REA-Obmann Bgm. Günter Salchner zu aktuellen Themen, diesmal zu den Neuerungen im öffentlichen Personennahverkehr und der Kinderbetreuung.

Danach berichtet Geschäftsführerin Lena Schröcker, was sich in der Geschäftsstelle tut und womit die Mitarbeiter*innen beschäftigt sind. Und welche Neuigkeiten es in den Förderprogrammen LEADER (für Projekte im Bezirk Reutte), INTERREG (für grenzüberschreitende Projekt mit dem Landkreis Garmisch-Partenkirchen und dem Allgäu) und dem Regionalwirtschaftlichen Programm (für Projekte in den Planungsverbänden Oberes Lechtal und Reutte und Umgebung) gibt. In der aktuellen Sitzung ging es u.a. um das Mix & Match Bewerbungsverfahren für neue Teilzeitstellen im REA-Büro, um ein gemeinsam mit bayrischen Partnern entwickeltes Positionspapier zur Verbesserung der grenzüberschreitenden Mobilität, um das Außerferner Pflegeprojekt „Who cares?“, das tirolweit für großes Aufsehen gesorgt hat und um das Anfang November sehr erfolgreich durchgeführte Repair Café.

Als besonderes Highlight stellte Silvia Hofer die Vorbereitungen für die dritte Auflage des Regionalwirtschaftlichen Programms vor. Ab Anfang 2025 stehen 8,5 Mio. € zur Verfügung – in enger Abstimmung mit dem Land Tirol wird derzeit erarbeitet, wie sich Projekte für eine Unterstützung aus diesem Programm qualifizieren können.

Danach geht es an die Projektentscheidungen. Die Vorstandssitzungen finden immer ungefähr drei Wochen nach Ende der Einreichfrist für Projektanträge statt – schließlich ist der REA-Vorstand gleichzeitig das Entscheidungsgremium für LEADER-Projekte. Sieben Projekte waren diesmal entscheidungsreif, sie alle wurden einstimmig für „LEADER-CLLD tauglich“ befunden, also positiv beschieden und können nun starten.

Die Projekte in dieser Einreichphase beschäftigen sich mit nachhaltiger Mobilität und dem Gemeinwohl: In Reutte und Grän entstehen Bewegungsareale samt Pumptracks für Kinder und Jugendliche, in Grän sogar mit einer Übungsfläche für verkehrssicheres Verhalten mit Rad & Co. Außerdem gibt es ab Anfang des Jahres wieder ein bezirksweites Mobilitätsmanagement mit Fokus auf den ÖPNV in ländlichen Regionen. Im sozialen Bereich entsteht in Holzgau mit einer Tagespflegeeinrichtung ein tirolweites Pilotprojekt. Die Caritas organisiert bezirksweit Begegnungscafés, um der Vereinsamung im Alter entgegenzuarbeiten und REA selbst startet ein Projekt zur Stärkung des Gemeinwohls.

Eine Besonderheit in dieser Sitzung war die Einreichung eines Kooperationsprojektes mit fünf

weiteren Tiroler Regionen. Gemeinsam wollen die Regionen die Weiternutzung von alten, leerstehenden Gebäuden in Dorfzentren forcieren.

Am Ende der Vorstandssitzung gibt es immer Raum für weitere Themen, eine Voraussicht auf die nächsten Termine und danach Zeit für den Austausch unter den Gremiumsmitgliedern.

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