26.02.2026
Ehenbichl, Steeg, Ehrwald: Helfer*innen für die Betreuung von Amphibien-Schutzzäunen gesucht
Mit den ersten milden Frühlingstagen beginnen Frösche, Kröten & Co. ihre alljährliche Wanderung von ihrem Winterlebensraum zu ihrem Laichgewässer – ein faszinierendes Naturschauspiel! Auf dieser Reise müssen die Tiere jedoch oft Straßen überqueren und drohen dabei, überfahren zu werden. Schutzzäune entlang von betroffenen Straßenabschnitten und die wertvolle Hilfe von Zaun-Betreuer*innen ermöglichen, dass zahlreiche Amphibien ihre Laichgewässer sicher erreichen können.
Der Amphibien-Schutzzaun als temporäre Maßnahme
Ein Amphibien-Schutzzaun (Zaun-Kübel-Anlage) ist eine temporäre Barriere, die entlang von Straßen aufgestellt wird. Er hindert wandernde Amphibien daran, die für sie gefährliche Fahrbahn zu betreten. Stattdessen werden sie entlang des Zauns geleitet und fallen in eingegrabene Fangeimer, die entlang des Zauns positioniert sind. Dann kommen die Zaun-Betreuer*innen ins Spiel: Sie kontrollieren die Eimer, tragen die darin gefangenen Amphibien über die Straße und lassen sie auf der anderen Seite frei.
Zaun-Betreuer*innen gesucht – Jetzt mitmachen und Leben retten
Du möchtest dich für den Schutz von Frosch, Kröte & Co. im Außerfern – insbesondere in Ehenbichl, Steeg und Ehrwald – engagieren? Dann melde dich beim Freiwilligenzentrum Außerfern per E-Mail freiwilligenzentrum@rea.tirol oder per Telefon 05672/6238712. Sobald sich Helfer*innen für die Betreuung der Amphibien-Schutzzäune gefunden haben, organisiert die Schutzgebietsbetreuung (Tiroler Lech, Ehrwalder Becken) den Aufbau der Zäune.
Was ist zu tun als Zaun-Betreuer*in? Die Amphibien werden aus den Fangeimern geklaubt und mittels Transport-Eimer auf die andere Straßenseite bzw. zum Laichgewässer gebracht. Anzahl und Art der Tiere in den Eimern werden dokumentiert. Jede/r Helfer*in bekommt eine Einschulung!
Zeitraum: März bis April
Orte: ● Ehenbichl, L260 – Ehenbichler Straße ● Steeg, B198 – Lechtalstraße ● Ehrwald, B187 – Ehrwalder Straße
Einsätze: täglich am Morgen und am Abend – Die einzelnen Einsätze sind frei einteilbar!
Kleine Maßnahmen, große Wirkung
● Als Autofahrer*in langsam und rücksichtsvoll fahren: Besonders in regnerischen Nächten von März bis April sind an bestimmten Straßenabschnitten wandernde Amphibien unterwegs. Bereits ab 30 km/h kann der Luftdruck die Tiere zwischen und neben den Reifen töten. Außerdem sind die engagierten Zaun-Betreuer*innen meist bei Dunkelheit im Einsatz.
● Kellerschächte und andere „Fallen“ sichern: Mit Ausstiegshilfen oder Zugangssperren (Brett, Gitter) wird verhindert, dass Amphibien darin verhungern.
● Beobachtungen melden: Gibt es Straßenabschnitte, auf denen viele Amphibien überfahren werden? Oder kennst du tödliche „Amphibien-Fallen“ wie Weideroste und Straßengullys? Hinweise sind willkommen!
Dank des großen Engagements von freiwilligen Helfer*innen war es 2025 bezirksweit möglich, etwa 3.100 Amphibien vor dem Straßentod zu bewahren.