18.03.2026
REA-Vorstand genehmigt vier neue Projekte
Zum ersten Mal in diesem Jahr traf sich am 12. März der Vorstand der Regionalentwicklung Außerfern (REA) zur Sitzung in Vorderhornbach. REA-Obmann Bgm. Günter Salchner dankte Vorderhornbachs Bürgermeister Gottfried Ginther herzlich für die Nutzung des Gemeindesaals. Auf der Tagesordnung standen diesmal vier Projekte, die um eine LEADER-CLLD Förderung angesucht haben. Alle vier Vorhaben wurden als förderwürdig eingestuft und erhalten damit eine Unterstützung von der EU.
Lechtal Tourismus erarbeitet ein Konzept für den Ganzjahrestourismus in Holzgau, das eine bessere Verzahnung vorhandener Angebote sowie eine Steigerung der Attraktivität ermöglichen soll. Die Marketing Reutte GmbH arbeitet in einem neuen Projekt an der Stärkung der Wirtschaftsregion Reutte. Im Projekt entsteht u.a. ein Grundlagenkonzept für die Durchführung von Großveranstaltungen, ein Standortdossier für die gezielte Betriebsansiedelung sowie Marketingmaßnahmen für die Stärkung des Einzelhandels sowie einer konsequenten Einbindung des vom Land Tirol angekündigten Regionalgutscheinsystems. Christoph Lechleitner erhält eine Unterstützung für die erste teilmobile Schlachtstätte in ganz Tirol. Durch die Anschaffung eines Schlachtanhängers mit entsprechendem Zubehör kann in Zukunft der weite Transport von Tieren für die Schlachtung vermieden werden. Und REA selbst erhält eine Unterstützung für die Freiwilligenarbeit im Außerfern bis Ende 2027.
Im Anschluss an die Sitzung besichtigten die Vorstandsmitglieder das Schlachthaus in Vorderhornbach. Christoph Lechleitner, Projektträger der Teilmobilen Schlachtung, ist Mitglied der ARGE Schlachthaus Vorderhornbach. Er führte durch das Schlachthaus, zeigte, welche Verarbeitungsschritte bereits jetzt wie durchgeführt werden und welche Veränderungen durch das neue Projekt geplant sind. Tiere, die in Zukunft mobil geschlachtet werden, werden anschließend nach Vorderhornbach transportiert und dort weiter zerlegt.
Die Förderungen für alle vier Projekte stammen aus dem Programm LEADER, einem Förderinstrument der EU speziell für ländliche Räume. Das besondere an LEADER ist, dass die Entscheidung, welche Projekte unterstützt werden, nicht „von oben herab“ in Brüssel oder Wien getroffen werden, sondern in der Region selbst. Dazu gibt es ein regionales Gremium, das nach bestimmten Kriterien zusammengesetzt ist. Die Kriterien sind u.a., dass im Gremium Personen aus verschiedenen Sektoren und aus dem öffentlichen und privaten Bereich vertreten sind und dass das Geschlechterverhältnis ausgewogen ist. Im Außerfern ist dieses Gremium der 19-köpfige Vorstand der REA. Gemeinsam bespricht das Gremium die eingereichten Projektanträge und entscheidet, welche Anträge unterstützt werden.
Die nächste Vorstandssitzung findet im Sommer 2026 statt. Bis dahin können sich Interessierte direkt beim Team der REA-Geschäftsstelle mit Ideen für Projekte melden. Weitere Informationen sowie die nächsten Einreichmöglichkeiten für Projektanträge stehen zur Verfügung unter www.rea.tirol