26.10.2026
Hochkarätige Diskussionsrunde in Forchach
FORCHACH. Am 23. Oktober lud die Regionalentwicklung Außerfern (REA) Interessierte aus dem ganzen Außerfern zu einem Gespräch über Windkraft in den Dorfsaal in Forchach.
Unter der Moderation von REA-Geschäftsführer Johannes Schießl diskutierten die Teilnehmenden Fragen rund um das Thema Energieversorgung. Besonders im Fokus stand die Windenergie. Lukas Schifferle von der Energieagentur Tirol und Martin Jaksch-Fliegenschnee von Windkraft Österreich gaben spannende und faktenbasierte Impulsvorträge.
Aktuell stehen in Österreich 1.447 Windräder, die mit einer jährlichen Windstromerzeugung von 9,7 Mrd. kWh heute schon rund 2,7 Millionen Haushalte im Land mit sauberem, unabhängigem und günstigem Strom versorgen. Die Windkraft deckt in Österreich bereits 16 % des Stromverbrauchs. Noch gibt es in ganz Tirol kein einziges Windrad.
Jede Kilowattstunde aus Tiroler Windkraft würde Tirols Abhängigkeit von fossilen Energieträgern senken. Dank strenger Genehmigungsverfahren ist ein umweltverträglicher Windkraftausbau garantiert.
Lukas Schifferle, Experte der Energieagentur Tirol: „Während Photovoltaik und Wasserkraft vor allem im Sommer stark sind, hilft uns die Windkraft in Tirol auch in den Wintermonaten, unabhängiger zu werden. Daher ist die Windenergie ein wichtiger Baustein der Energiezukunft in Tirol."
Martin Jaksch-Fliegenschnee von der Windkraft Österreich ergänzt: „Wir freuen uns, dass die Windenergie nun offensiv von der Landespolitik unterstützt wird und auch in der Bevölkerung auf reges Interesse stößt und unterstützen gerne einen konstruktiven Austausch wie jenen in Forchach."
Mit großem Interesse brachten die Teilnehmenden zahlreiche Fragen zur Windkraft und zur Energieversorgung in Tirol in die Diskussion ein und sorgten so für einen offenen und konstruktiven Austausch.
Moderator Johannes Schießl fasste schließlich den Abend zusammen: „Eine Energieversorgung ohne Abhängigkeit von Öl und Gas gelingt in Tirol nur dann, wenn viele verschiedene Möglichkeiten der Energieproduktion genutzt werden. Die Windkraft kann für unseren Bezirk gerade im Winter einen wichtigen Beitrag leisten.“
Ein herzliches Dankeschön geht an die Referent*innen für ihre Expertise und die ausführliche Beantwortung aller Fragen, an die Gemeinde Forchach, insb. Bürgermeister Karl-Heinz Weirather und Sonja Moll für die Nutzung, Vor- und Nachbereitung des schönen Dorfsaals und an alle Teilnehmenden, die durch ihr Interesse und die vielen Fragen gezeigt haben, wie relevant und komplex die Energieversorgung der Zukunft ist.